Beim Begriff Classroom-Management denken viele zunächst an Regeln, Konsequenzen oder den Umgang mit Unterrichtsstörungen. Proaktives beziehungsweise präventives Classroom-Management setzt jedoch früher an. Die Frage lautet nicht nur:
«Was mache ich, wenn eine Situation herausfordernd wird?»
Sondern vielmehr:
«Wie kann ich Unterricht und Spielphasen so gestalten, dass sich möglichst alle Kinder gut darauf einlassen können und herausfordernde Situationen seltener entstehen?»
Diese Perspektive verändert den Blick auf Klassenführung grundlegend. Entscheidend ist, dass Kinder wissen, was von ihnen erwartet wird, wie Abläufe funktionieren und wo sie sich innerhalb eines verlässlichen Rahmens selbstständig bewegen oder bei Bedarf zurückziehen können.
Praxisimpulse für präventives Classroom-Management
Im vollständigen Fachbeitrag stehen präventive Strategien in den Bereichen Raumgestaltung, Strukturen und Routinen im Fokus. Praxisnahe Reflexionsfragen und konkrete Beispiele helfen Ihnen dabei, die eigene Spiel- und Lernumgebung aus einer neuen Perspektive zu betrachten:
- Welche Rolle spielt der Raum für die Klassenführung?
- Wie lassen sich unterschiedliche Aktivitäts- und Reizniveaus berücksichtigen?
- Wie können Rückzugsmöglichkeiten pädagogisch sinnvoll eingebunden werden?
- Wie unterstützen klare Strukturen und sichtbare Abläufe die Selbstständigkeit?