Aktualisiert am 15.09.2026

Herbst mit Kindern: Natur entdecken und erleben

Im Herbst mit Kindern die Natur entdecken

Im Herbst verändert sich die Natur beinahe von Woche zu Woche. Da lohnt es sich, mit den Kindern ganz genau hinzuschauen. Gemeinsame Waldtage, Naturbeobachtungen und herbstliche Aktivitäten bieten viele Möglichkeiten, den Herbst in Kita, Kindergarten und Schule aufzugreifen.

Die Wunder der Natur im Herbst entdecken

Die Tage werden kürzer, die Natur verändert sich und draussen wird es spürbar kühler: Wenn der Herbst Einzug hält, ist dies noch lange kein Grund, das Spielen und Lernen nach drinnen zu verlagern – im Gegenteil! Der Herbst ist eine besonders spannende Jahreszeit, in der es in der Natur jede Menge zu erleben und zu beobachten gibt. 

Die Kinder können die Veränderungen unmittelbar erleben. Dabei tauchen automatisch viele Fragen auf: Warum verlieren einige Bäume ihre Blätter, während andere grün bleiben? Was passiert mit all dem Laub im Wald? Wer hat diese Spuren auf dem Waldboden hinterlassen? Solche Beobachtungen lassen sich am besten direkt vor Ort aufgreifen. Oft reicht es schon, gemeinsam genauer hinzuschauen, Unterschiede zu entdecken und ersten Vermutungen nachzugehen, um eine kleine Entdeckungsreise zu machen.

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Wir fördern Kinder. Durch Entdecken und Erleben.
Praktische Hilfsmittel um mit Kindern die Natur zu erforschen

Natur entdecken

Entdecken, erforschen und beobachten: Mit unseren Hilfsmitteln und Lernmaterialien wird die Natur für Kinder spielerisch erlebbar.

Erlebnisorientiertes Lernen in der Natur

Erlebnisorientiertes Lernen in der Natur

Kinder lernen besonders nachhaltig, wenn sie die Natur selbst erleben, beobachten und erforschen.

Lebensraum Wald

Spielen, lernen und entdecken: Mit passenden Materialien wird der Wald für Kinder anschaulich und spielerisch erfahrbar.

Waldtag im Herbst: mit Kindern den Wald erleben

Im Wald finden Kinder schnell eigene Beschäftigungen. Baumstämme, Blätter und Zweige werden ins Spiel einbezogen, während es am Waldboden immer wieder Neues zu untersuchen gibt.

Ein Waldtag braucht kein dichtes Programm. Ein paar kleine Impulse oder offene Beobachtungsaufträge helfen den Kindern, genauer hinzuschauen. Gleichzeitig bleibt genügend Raum für eigene Entdeckungen und freies Spiel. Nicht jede Frage muss sofort beantwortet werden. Vermutungen und weiterführende Fragen gehören zum Forschen dazu.

Vor dem Start werden die wichtigsten Abmachungen geklärt. Wo darf sich die Gruppe bewegen? Was darf gesammelt werden? Wie gehen wir mit Pflanzen und Tieren um? Je nach Vorhaben kommen Lupen, Sammelgefässe, ein Fernglas oder Bestimmungskarten mit.

Im Wald können Kinder…

  • …Bäume, Blätter, Pflanzen und den Waldboden mit verschiedenen Sinnen kennenlernen;

  • …Insekten und Waldtiere beobachten oder nach ihren Spuren suchen;

  • …durch buntes Laub springen, auf Baumstämmen balancieren, Verstecken spielen, auf geeignete Bäume klettern;

  • …Naturmaterialien sammeln und später weiter untersuchen oder zum Basteln verwenden.

Mit Kindern den Wald im Herbst entdecken
Waldtag mit Kindern

Der Wald bietet mit seiner Vielfalt an Lern- und Spielmöglichkeiten Kindern unterschiedlicher Alters- und Entwicklungsstufen wertvolle Erfahrungen. Regelmässige Waldtage können das Selbstvertrauen unterstützen und das Gemeinschaftsgefühl in der Gruppe fördern.

Im gemeinsamen Spiel entstehen immer wieder Situationen, in denen die Kinder einander unterstützen und gemeinsam Lösungen finden: «Du hast Angst, auf dem Baumstamm zu balancieren? Ich helfe dir!» oder «Der Ast ist für dich alleine zu schwer? Dann packen wir alle zusammen an!»

Auch nach dem Waldtag lohnt es sich, nochmals auf das Erlebte zurückzukommen. Beim gemeinsamen Erzählen, beim Zeichnen oder im freien Spiel tauchen Beobachtungen und Geschichten häufig wieder auf.

Naturmaterialien sammeln und vergleichen

Beim Sammeln wird es besonders interessant, wenn die Fundstücke nicht einfach mitgenommen, sondern genauer betrachtet werden. Kastanien, Eicheln, Tannenzapfen, Zweige und heruntergefallene Blätter regen zum Sortieren, Vergleichen, Zählen und Gestalten an. Vor dem Sammeln sollte gemeinsam besprochen werden, was mitgenommen werden darf. Lebende Pflanzen, Pilze und unbekannte Früchte bleiben an ihrem Standort.

Mögliche Sammelaufträge

  • Sammelt fünf unterschiedlich gefärbte Blätter.
  • Findet kleine und grosse Tannenzapfen.
  • Sucht Naturmaterialien mit verschiedenen Oberflächen.
  • Findet jeweils zwei Dinge, die sich ähnlich sehen.
  • Sammelt Materialien in unterschiedlichen Brauntönen.
  • Sucht die Samen verschiedener Bäume.

Die gesammelten Naturmaterialien können später im Kindergarten oder Klassenzimmer sortiert, untersucht oder zum Gestalten verwendet werden. So findet manches, was beim Waldtag begonnen hat, drinnen seine Fortsetzung.

Sammeln und Entdecken in der Natur

Natur entdecken mit praktischen Hilfsmitteln

Waldtiere im Herbst: Spuren entdecken und Tiere kennenlernen

Welche Tiere leben eigentlich in unserem Wald? Was fressen sie und wie bereiten sie sich auf die kalte Jahreszeit vor? Vor dem Waldbesuch kann gemeinsam gesammelt werden, welche Waldtiere die Kinder bereits kennen und was sie über deren Lebensweise wissen. Einige Fragen dürfen bewusst mit in den Wald kommen.

Grössere Waldtiere selbst zu entdecken, braucht viel Geduld und Glück. Die meisten Wildtiere sind scheu und ziehen sich zurück, wenn Menschen unterwegs sind. Ihre Spuren lassen sich dagegen häufiger finden und können mindestens genauso interessant sein. Eine Feder, ein Abdruck im weichen Waldboden oder Frassspuren an jungen Bäumen geben Hinweise darauf, wer hier unterwegs gewesen sein könnte. 

Kleine Waldbewohner lassen sich dagegen häufiger entdecken. Zwischen Laub, an Baumstämmen oder in morschem Holz lassen sich beispielsweise Spinnen, Ameisen, Käfer, Asseln oder Tausendfüsser entdecken. Mit einer Becherlupe können die Kinder einzelne Tiere für kurze Zeit genauer betrachten. Danach werden sie wieder dort freigelassen, wo sie gefunden wurden.

Ob Spur oder kleines Tier: Es lohnt sich, zuerst genau zu beobachten und zu beschreiben, was die Kinder tatsächlich sehen. Erst danach beginnen die Vermutungen. Bestimmungskarten und Sachbücher helfen anschliessend beim Einordnen und Überprüfen.

Waldtiere kennenlernen

Ein Rückzugsort für Igel schaffen

Als Tier des Jahres 2026 rückt der Igel derzeit besonders in den Fokus. Das passt gerade im Herbst hervorragend als Naturthema. Überlegen Sie gemeinsam mit den Kindern: Wo könnte sich ein Igel zurückziehen, wenn es draussen kälter wird? Und was braucht er, damit er dort ungestört bleibt?

Igel im Herbs

Aus der gemeinsamen Ideensammlung folgen schnell Taten: Auf einem geeigneten Aussengelände kann beispielsweise ein Ast- und Laubhaufen angelegt werden, der Igeln und anderen Kleintieren Schutz und einen möglichen Rückzugsort bietet. Anschliessend sollte der Bereich möglichst ungestört bleiben.

Möchten Sie mit Ihrer Klasse oder Kindergartengruppe das Thema vertiefen? Wir haben für Sie in unserer Projektwoche zum Thema Igel spannende Ideen zusammengetragen, um Kindern die faszinierende Welt der Igel näherzubringen.

Von der Natur ins Klassenzimmer

Zurück im Klassenzimmer lassen sich die Erlebnisse vom Waldtag auf unterschiedliche Weise wieder aufgreifen. Fundstücke, Beobachtungen und offene Fragen können genauer untersucht, im freien Spiel aufgenommen oder kreativ verarbeitet werden. Der Waldtag bleibt dadurch noch eine Weile präsent und bietet neue Anknüpfungspunkte für den Alltag in Kindergarten und Schule.

Forschertisch einrichten

Ein Teil der gesammelten Naturmaterialien kann nach dem Waldtag auf einem separat eingerichteten Forschertisch übersichtlich ausgelegt werden. Dort können die Kinder ihre Fundstücke in Ruhe betrachten, anfassen, vergleichen und untersuchen.

Auf dem Forschertisch finden beispielsweise Platz:

  • Blätter verschiedener Baumarten
  • Tannzapfen, Samen, Steine, Moos und Rindenstücke 
  • Fotos und Zeichnungen vom Waldtag
  • Lupen, Becherlupen und Taschenlampen
  • Bestimmungskarten und passende Sachbücher

Fragen, die während des Waldtags oder beim Untersuchen entstehen, können auf kleinen Zetteln festgehalten und zu den entsprechenden Fundstücken gelegt werden. Dadurch bleiben sie für die Kinder sichtbar und können später gemeinsam aufgegriffen und weiterverfolgt werden.

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Der Forschertisch darf sich im Laufe der Zeit verändern. Neue Fundstücke und Fragen kommen hinzu, andere Materialien werden genauer untersucht, miteinander verglichen oder neu sortiert. So entsteht ein lebendiger Lernort, an dem die Kinder ihren eigenen Beobachtungen und Fragen nachgehen können.

Waldecke in Kindergarten gestalten

Waldecke im Klassenzimmer gestalten

Um die Erlebnisse aus dem Wald im freien Spiel aufzugreifen, können Sie gemeinsam mit den Kindern eine Waldecke einrichten. Braune und grüne Tücher bilden den Waldboden, Holzbäume, Schleich-Tiere und Holztiere ergänzen die kleine Waldwelt. 

Auch gesammelte Tannzapfen, farbige Blätter, Eicheln oder ein Stück Baumrinde finden hier ihren Platz. Mit den Entdeckungen der Kinder wächst die Waldecke im Laufe des Herbstes weiter und bietet immer wieder neue Anregungen fürs freie Spiel..

Waldecke einrichten

Rehkitz
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Herbstbasteln mit Naturmaterialien

Wenn schlechtes Wetter einen Besuch im Wald nicht zulässt, können die Fundstücke vom letzten Waldtag wunderbar zum Basteln verwendet werden.

Hier ein paar Inspirationen:

  • Tiere aus Kastanien und Bastelhölzchen basteln (Handbohrer verwenden)
  • bunte Blätter sammeln und zu Girlanden verarbeiten
  • bunte Blätter in die Blumenpresse legen und anschliessend fröhliche Windlichter oder Lichterketten basteln
  • Tannenzapfen und Eicheln als Dekoration für die herbstlich geschmückte Fensterbank nutzen
Herbstbasteln

Beim Gestalten betrachten die Kinder ihre Fundstücke nochmals genauer und greifen Erlebnisse vom Waldtag auf. Vielleicht wird ein besonders auffälliges Blatt zum Mittelpunkt eines Bildes oder ein Zapfen zum Ausgangspunkt für eine eigene Figur. 

Weitere Ideen für kreative Herbsttage hat unsere Bastelexpertin Klara Kleister vorbereitet. Entdecken Sie in ihrer Sammlung herbstliche Mobiles, bunte Lampions und dekorative Herbstkränze.

Gemeinsam den Herbst entdecken

Für spannende Naturerfahrungen braucht es kein durchgeplantes Programm. Wer mit offenen Augen und Ohren draussen unterwegs ist, stösst fast von selbst auf Fragen, Beobachtungen und kleine Entdeckungen, denen die Kinder weiter nachgehen können.

So wird die Natur im Herbst zu einem vielseitigen Lern-, Spiel- und Erfahrungsraum, der sich bei jedem Besuch wieder ein wenig anders zeigt.

Passend zur Jahreszeit

Ob Herbst, Winter, Frühling oder Sommer: Jede Jahreszeit bringt neue Themen, Ideen und Anlässe für den pädagogischen Alltag mit sich. In unseren saisonalen Empfehlungen finden Sie passende Spiel-, Lern- und Kreativmaterialien zur aktuellen Saison.

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