Im Gespräch mit Melanie Freiburghaus & Tamara Steiner
Klassenlehrpersonen Klasse 2c / 2d der Schule Aarburg
Melanie Freiburghaus und Tamara Steiner unterrichten seit vielen Jahren im Zyklus 1 und kennen die Herausforderungen grosser, heterogener Klassen aus dem Alltag.
Was war Ihnen bei der Weiterentwicklung Ihrer Räume besonders wichtig?
„Vor den Veränderungen waren die Räume funktional, boten jedoch wenig Atmosphäre. Es fehlte an klaren Zonen und an einer Einrichtung, die konsequent auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet ist. Von dieser starren Möblierung wollten wir weg, hin zu Räumen, die sich gut an unterschiedliche Unterrichtsformen anpassen lassen. Gleichzeitig war uns die Kombination aus Lernen, Rückzug und freiem Spiel wichtig – das sollte alles nebeneinander möglich sein.“
Gab es besondere Anforderungen an Möbel und Materialien?
„Ein besonderes Augenmerk lag auf der Material- und Möbelauswahl: robust und langlebig, aber trotzdem warm. Holz war uns wichtig, ebenso kindgerechte Höhen und abgerundete Kanten. Platz ist bei uns zudem immer ein Thema: Wir haben keine Gruppenräume, deshalb nutzen wir teilweise auch den Gang mit. Und gewisse Möbelstücke sollen eben nicht nur „zum Sitzen“ da sein, sondern vielseitig nutzbar.“
Wie hat sich das Projekt über die Zeit entwickelt?
„Es steckt ein langer Prozess dahinter: gemeinsames Planen, Ausprobieren und Anpassen. Statt einer grossen Umgestaltung ist so über mehrere Jahre hinweg eine gewachsene Raumstruktur entstanden, die sich immer wieder an den Alltag anpassen lässt.“
Wie erleben Sie die Wirkung der neuen Raumstruktur im Unterricht?
„Wir wollten Räume, die Orientierung geben, ohne einzuengen. Diese Veränderung zeigt sich im täglichen Tun: Materialien werden gezielter ausgewählt, Lernorte bewusster genutzt und Übergänge zwischen Aktivitäten ruhiger gestaltet. Auch für das Team bringt die klare Struktur Entlastung: Abläufe sind übersichtlicher, der Unterricht lässt sich flexibler planen.“